Sechs Dinge, die bei uns gelten
Keine Versprechen, nur Regeln, an die wir uns seit 2017 halten.
Sechs Häuser weiter beginnt die Fußgängerzone, bei uns hört sie auf. Im Erdgeschoss wird gekocht, im ersten Stock ausgeschenkt, und unter dem Giebel wartet ein Raum, der erst nach halb zehn öffnet.
Tuluxasalaweg hat neunundzwanzig Plätze im Erdgeschoss und eine Karte mit sechs Gerichten. Beides ließe sich vergrößern, beides wollen wir nicht vergrößern. Eine Küche mit vier Leuten kocht sechs Sachen gut und zwanzig Sachen mittelmäßig.
Wer bei uns einen Tisch bekommt, behält ihn bis zum Schluss. Zweimal am Abend vergeben wir keinen Platz.
Keine Versprechen, nur Regeln, an die wir uns seit 2017 halten.
Was am Vormittag nicht überzeugt, kommt gar nicht erst auf die Karte. Vorproduziert wird nichts.
Überwiegend Franken, dazu vier alkoholfreie Alternativen. Erklärt wird jeder in einem Satz.
Zwei Tische ab 21:30 Uhr, Zutritt ab 18 Jahren. Dort gibt es keine Automaten und keine Musik.
Wir vergeben keinen Platz zweimal. Niemand wird um halb zehn höflich zum Aufbruch gebeten.
In der Weinbar, mit fester Auswahl und einer Absprache mindestens zehn Tage vorher.
U-Bahn Lorenzkirche, sieben Minuten zu Fuß. Das Parkhaus Adlerstraße liegt gleich um die Ecke.
Sechs Gerichte, davon vier, die wir sofort wieder bestellt hätten. Dass die Karte donnerstags wechselt, ist genau der Grund, wiederzukommen.
Wir saßen nur oben an der Weinbar und wurden trotzdem behandelt wie Gäste mit drei Gängen. Selten geworden.
Der Raum unter dem Giebel ist angenehm ruhig, die Grenzen hingen sichtbar am Tisch, die Regeln wurden vorher erklärt.
Enges Haus, steile Treppen, gute Küche. Man merkt, dass hier niemand versucht, mehr zu sein als er ist.